Freitag, 6. Januar 2017

lustifcb on tour #16 1.000 caches und es macht immer noch Spaß

Heureka!!!!! Es ist geschafft!

Zugegeben, es ist nun schon ein paar Tage her, aber nun ist endlich mal wieder die Zeit da, sich mit einem Blogbeitrag zurück zu melden. Die Cachekarriere eines ziemlich durchgeknallten Cachers steht heute auf dem Plan.


Der durchgeknallte bin ich, Lustifcb!!! Geocaching war für mich lange nur eine Beschäftigung für Nerds. Irgendwann kam ich allerdings durch Marc oH in die Situation, mitsuchen zu müssen. Genau kann ich mich nicht mehr an diesen Tag erinnern, aber ich saß zu fortgeschrittener Abendstunde in einem Auto und fuhr durch das schöne Weserbergland. In meiner Hand hielt ich ein GPS Gerät, dass  durch den Satz:"halt mal", in meinen Besitz über ging.

"Ich will hier weg", aber mein Körper war unter dem Autogurt so fixiert , dass ein entkommen unmöglich erschien. Also ergab ich mich meinem Schicksal und ging mit. Das war rückblickend der Anfang vom so genannten "Cachefieber". Dieses Erlebnis lies mich nicht mehr los und ich konnte an nichts anderes mehr denken. Mein Therapeut empfahl mir mich der Sache zu stellen. Ich tat es!! Ich ging auf die Seite von Geocaching.com und verfasste eine Hassmail an die zuständige Behörde in Seattle. Abgeschickt habe ich sie nie. Stattdessen meldete ich mich kurzerhand mit einem eigenen NickeName an und verriet es niemanden. Der Großteil meiner Freunde waren ja Muggel. Irgendwann erwischte mich meine Frau, als ich spontan Sonntags mal an einer bestimmten Stelle spazieren gehen wollte. Eine Stelle, die ungefähr so attraktiv war, wie der Eingangsbereich einer Karstadt Filiale in irgendeiner Fußgängerzone in Deutschland. Nachdem sie 2 Wochen später, nach diesem  Erlebnis, immernoch nicht weggelaufen war, wusste ich, dies wird mein neues Hobby.


1737Tage später hielt ich es in meiner Hand. Das 1.000ste Logbuch. Es war ein gigantisches Gefühl. Für den 1.000sten habe ich mir  https://coord.info/GC6C1WZ  rausgesucht. Ich wurde nicht enttäuscht, es war ein gigantischer Cache.

Nach 1.000 Dosen fängt man zwangsläufig an mal darüber nachzudenken, was einem so Alles wiederfahren ist. Da kommen ziemlich viele Geschichten zusammen. Ein Highlight war sicherlich die Teilnahme am Buchprojekt "Neues aus Geocaching" mit Bernhard Hoecker und Tobi Zimmermann. Die Arbeit hat unheimlich viel Spaß gebracht und hat sich gelohnt, auch wenn es für uns kein Geld gab. Geld spielte für mich aber nie eine Hauptrolle. Ich habe Spaß am Geocachen und am schreiben und genau das zählt. Für Alle, die wirklich glauben dass ich mit dem Bloggen Geld verdiene, sei hier mal der Zahn gezogen. Geocachen ist und bleibt hoffentlich eine Randsportart. Ein Blog über die Cacherrei bringt also nichts, macht aber viel Spaß!

Vielleicht probiere ich jetzt auch mal was Neues....... vielleicht YouTube oder so ....

Geschichten von meinen 1.000 Funden habe ich reichlich. Viel spannender finde ich aber die Tatsache, dass man manche Eigenschaften und Verhaltensweisen bei vielen Cachern wiederfindet.

1.) Das Stresscachen: Jeden Tag eine Dose oder 100 Dosen pro Monat, 366 Tage am Stück. Eine zeitlang habe ich das wirklich probiert. Ich bin einfach nicht der Typ dazu. Sollen die Anderen doch machen. Ich stelle mich lieber besonderen Herausforderungen und besonderen Plätzen oder Geschichten.

2.) Umwege fahren:
Für eine gute Dose fährt man schon mal den ein oder andern Kilometer mehr. Manchmal auch mehrere 100 Kilometer mehr. Manchmal reist man für einen halben Cache um die ganze Welt. Dafür fehlt mir das Geld, aber in den ersten zwei Parametern finde ich mich wieder.

3.) Der Welt erzählen, was man so treibt, wenn man gefragt wird:
Es ist fast so schlimm wie bei den Veganern. Auch manche Geocacher erzählen ungefragt Allen, die es wissen / nichtwissen wollen, was sie so als Hobby machen. Gefühlt steigt damit die Anzahl derer, die einfach nur lieblos irgendwelche Petlinge in den Wald werfen. Mittlerweile sind Filmdosen ja eine aussterbende Rasse und werden hier nicht angesprochen. Je mehr solcher Dosen gelegt werden, desto mehr verliert das eigentliche cachen seinen Reiz. Ich wünsche mir mehr Qualität als Quantität und bin damit nicht allein.

4.) Doofe Fragen öffentlich in sozialen Netzwerken stellen und sich dann wundern, warum man kein qualitativ hochwertige Antwort bekommt:
 Viel Fragen werden in tollen Büchern und bereits bestehenenden Foren heiß diskutiert. Schaut da mal nach.

5.)Tipps auf Events austauschen:
Da kannst du jede Suchmaschine vergessen. Die besten Tipps bekommst du auf Events. Ich habe das leider in den letzten Jahren schleifen lassen. Mittlerweile machen mir aber Events richtig Spaß!

6.) Überteuerte Ausstattung kaufen:
Was habe ich mir schon für Mist gekauft, den ich nie gebraucht habe. Das geht, Gott sei dank, nicht nur mir so. Ich kenne Cacher die ihren ganzen Keller mit Dosen verschiedenster Größen ausgestattet haben und Massen an Geld dafür ausgegeben haben. Meine Bitte: Macht weiter so! Das tut der wirtschaftlichen Lage in Deutschland gut, wenn viel konsumiert wird.

7.) Gegenseitige Hilfe:
Wenn es ein Problem gibt, hilft man sich. Auch das habe ich schon das ein oder andere Mal erlebt. Sei es bei einem Rätsel oder einem Umzug. Wo Hilfe gebraucht wird, sind schnell ein paar Cacher organisiert.

8.) Besondere Dosen suchen:
Ein Jubiläum erfordert eine besondere Dose. Das ist bei mir auch so. Viele machen sich schon hunderte Dosen vorher einen Plan, welche Dose den Meilenstein besiegeln soll. Ich finds gut, wenn auch zwischendurch nach Qualität gesucht wird

9.) Banner sammeln:
 Ich liebe es und es gibt genug Chaoten, die das genauso sehen wie ich. Macht weiter so.

10.) FTF jagen:
Es gibt so Viele, die echt kein Zu hause haben und bei jeder PublishMail rausstürmen, wie die Geisteskranken, auf der Suche nach dem nächsten Opfer. Ich habe mal versucht das Spiel mitzuspielen, bin aber kläglich daran gescheitert. Ich bleibe cool. Hebe ich sie heute nicht, hebe ich sie morgen. Es soll sogar schon vorgekommen sein, dass Verkehrsregeln für einen FTF gebrochen wurden. Unverständlich!!
  
Es gibt sicherlich noch viel mehr, dass würde aber den Rahmen sprengen.

Wenn ich mir meine Statistik so anschaue, finde ich viele tolle Erinnerungen. Erinnerungen an Orte und Menschen, die ich ohne das cachen sicherlich nie gefunden bzw. getroffen hätte. Ich erinnere mich an viele Logeinträge, die mit insgesamt über 498.000 Wörter meine Geocaching- Geschichten wiedergeben. Ich erinnere mich gerne an Viele, die ich mit meinem Geocachingfieber ansteckte und den Geist des Cachens erklärte.

Ich freue mich auf weitere Erlebnisse.

Euer lusti


Nachtrag: Mein neuer YouTube-Kanal  lustifcb Ich freue mich wenn ihr ihn abonniert. Muss aber erst noch aufgebaut werden.

























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